Christchurch & Akaroa

Christchurch ist die größte Stadt der Südinsel und besitzt ebenso wie Auckland einen internationalen Flughafen. Die Stadt erholt sich immer noch von den schweren Erdbeben aus dem Jahr 2011. Ein Großteil der Innenstadt ist dabei zerstört worden und wird nur langsam wiederaufgebaut. So sieht man in der Innenstadt immer wieder Gebäude, die leer stehen und mit Grafiti angesprüht sind.

Eines der Wahrzeichen der Stadt ist die Christchurch Cathedral, welche auf dem Platz Cathedral Square steht. Leider steht auch hier nur noch ein Teil der Ruine und ist somit auf unbestimmte Zeit geschlossen. Wie wir erfahren haben, verzögert sich der Wiederaufbau vieler Gebäude in der Innenstadt aufgrund von Streitigkeiten mit den Versicherungsgesellschaften. Da es immer wieder zu Erschütterungen kommen kann, sei es außerdem schwierig, Investoren zu finden. Auch an den Tagen, in den wir in der Stadt waren, kam es zu einem leichten Erdbeben, welches wir selbst jedoch nicht bemerkt haben. In unserer Wahrnehmung war die Innenstadt sehr leer. Selbst an einem Wochentag, am frühen Nachmittag bei Sonnenschein, war auf den Straßen so gut wie nichts los und die wenigen Menschen, die wir auf der Straße trafen, waren Touristen. Bestätigt wurde unser Gefühl als wir in die Touristeninformation liefen, um zu fragen, was wir uns in Christchurch anschauen könnten. Die Antwort der Angestellten war: „Am besten verlasst ihr Christchurch und fahrt nach Akaroa, dort ist es schön.“

Gesagt, getan – wir fohren am nächsten Tag nach Akaroa. Das kleine Örtchen liegt ca.
1 Autostunde Südöstlich von Christchurch und direkt an der Küste des Pazifiks. Es ist ein beliebter Ausflugsort, um dort Souvenirs zu shoppen, essen zu gehen oder Dolphin watching zu machen. Auch wir haben uns entschieden auf einer Bootsfahrt nach den beliebten Hector Delfinen Ausschau zu halten. Und tatsächlich haben wir einige Gruppen der neugierigen Delfine, die es nur in Neuseeland gibt, gesehen. Die Tiere waren so neugierig, dass sie ganz nah ans Boot kamen um scheinbar zu schauen, wer denn so da oben an der Reling steht. Mit etwas Glück sieht man auf der Tour neben der tollen Küstenlandschaft und Delfinen auch Seerobben, welche sich auf den Steinen der Küste sonnen. Der Ausflug dauert ca. 2h und ist hervorragend mit Baby möglich. Es gibt ausreichend Sitzmöglichkeiten sowohl oben an Deck, als auch im Boot. Der Kinderwagen konnte auch ohne Probleme mit an Bord genommen werden.

Nach der Bootstour sind wir noch entspannt an der Promenade langlaufen und haben das Panorama der Bucht genossen. Die kleinen Restaurants an der Promenade bieten verschiedene Speisen an, darunter auch eine Seafoodplatte, welche wir uns zum Abschluss des Tages noch gegönnt haben. Wie uns die Einheimischen berichtet haben, ist es wohl nicht immer so ruhig und besinnlich. Wenn in regelmäßigen Abständen die Kreuzfahrtschiffe anlegen, strömen ca. 6.000 Menschen durch das ca. 500 Einwohner starke Örtchen und das Straßenbild mit den kleinen kolonialen Häuschen verändert sich dann rasch.


Akaroa ist unserer Ansicht nach einen Tagesausflug wert. Wer etwas Zeit mitbringt, kann auf der Anreise bzw. Abreise über die Berge den Tourist Drive nehmen. Die enge Serpentinstraße führt entlang der Berge und verschafft atemberaubende Panoramen auf die Banks Pininsula. An einigen Ecken wird es mit dem Wohnmobil schon mal eng, das sollte man beachten. Auch zum Wildcampen gibt es auf dem Tourist Drive einige Möglichkeiten, die dazu einladen, auf den Bergen zu übernachten. Für uns führt der Weg weiter in Richtung Kaikoura.

 

Noch ein kleiner Tipp von uns. Rund um den Flughafen von Christchurch finden sich ebenfalls einige größere Wohmobilvermietungsfirmen. Gesehen haben wir z.B. Britz, Maui, Mighty Campers und Jucy.Es gibt nämlich auch die Möglichkeit, den Campervan auf der Nordinsel (z.B. Auckland) abzuholen und dann auf der Südinsel (z.B. Christchurch) abzugeben. Dadurch lässt sich nicht nur Zeit sparen, sondern auch Kosten, da man die Fähre nicht doppelt bezahlen muss und die Strecke nur einmal fährt. Auch bieten einige Anbieter sogar Nachlässe an, wenn man entweder von Süd nach Nord oder umgekehrt fährt. Eine Überlegung ist es wert.

2 Antworten auf „Christchurch & Akaroa

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