Unser südlichstes Ziel in Neuseeland waren die Gletscher Franz Josef und Fox. Franz Josef ist der etwas größere der beiden Gletscherorte, hier haben wir auf einem Rainforest-Campingplatz übernachtet. Das Besondere an diesen beiden Gletschern, die zwei von ca 60 Stück in der Region sind, ist, dass sie relativ weit nach unten gewandert sind und so fast auf Meereshöhe liegen. Für uns bedeutet das, man kann zum Gletscher wandern und dies sogar mit Kinderwagen. Da das Dorf Franz Josef Gletscher nahezu nur vom Tourismus lebt, sind die Wanderwege je nach Schwierigkeitsgrad super ausgebaut und auch für Laien machbar.

Unser Tag in Franz Josef startete mit einem Besuch im Wild Life Centre, wo man jede Menge über Kiwis erfahren und welche sehen kann. Außerdem gibt es eine kleine Kunde zum Thema Gletscher und dem „Wild Life“ Neuseelands.
Dann begann das Warten, denn wir wollten mit einem Helikopter auf den Gletscher fliegen. Allerdings war es erst zu nebelig und danach zu windig, um zur geplanten Zeit zu fliegen. Wir machten das beste draus und warteten, regelmäßig wurde angerufen und gefragt, ob die Bedingungen sich verbessert haben.
Am Nachmittag sollte es schließlich soweit sein: Für jeden von uns sollte der erste Helikopterflug stattfinden. Die Bedenken, ob unser Baby mitfliegen kann, wurden relativ schnell von den Veranstaltern beseitigt, sie sollten auch Recht behalten.

Nach einer kurzen Einweisung zum Verhalten im und am Helikopter und der Babyausstattung mit Gurt und Gehörschutz startete unser Flug. Was sich nach kurzer Anflugzeit unter uns ausbreitete war atemberaubend: Strahlendes Blauweiß durchzogen von zahlreichen Spalten, eine pure Eiswelt und das mitten im satten grünen Dschungel. Das Highlight war die Landung auf der Schneefläche oben auf dem Gletscher.
Die Temperatur war nur unwesentlich kühler als im Tal. Es war einfach nur Wahnsinn, mitten im Sommer auf einer so dicken Schneedecke, einem GLETSCHER, zu stehen. Dementsprechend war auch die Aufregung und Begeisterung aller Beteiligter. Nur unser Sohn ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, ihn hatten wir auf eine Winterjacke gesetzt und sofort wurde der Schnee inspiziert. Den An- und Abflug hat er sichtlich genossen und hatte Spaß. Für den Druckausgleich hatten wir eine Flasche mit Wasser dabei, das hat völlig ausgereicht.
Dieses beeindruckende Gletschererlebnis hat die Wanderung zum Gletscher im Tal abgerundet. Nach einer kurzen Pause unternahmen wir die Wanderung, die ca. 1,5 Std. dauern soll. Der Weg zum Franz Josef Gletscher ist so gut angelegt, dass wir ihn ohne Probleme mit dem Kinderwagen ablaufen konnten, lediglich die letzten 100 m ließen wir den Kinderwagen stehen. Auf dem Weg immer näher an das ins Tal ragende Eis, durchquert man unterschiedliche Umgebungen: Zunächst einen dichten grünen Regenwald, dann wird die Umgebung immer felsiger, Wasserfälle fließen an den den Weg umgebenden Bergen hinab und schließlich ist man nur noch im Gestein unterwegs. Diese Umgebung und die Gewalt mit der das Wasser des Gletschers in den Fluss braust, zeigen uns Menschen, was Ehrfurcht bedeutet.
Ein Besuch des Gletschers Franz Josef oder Fox ist aus unserer Sicht ein Muss und mit Baby absolut entspannt machbar.
Hey ihr Lieben
Krass der Heliausflug. Aber wenn nicht in NZ wo dann?
Es erfüllt mich mit Freude eure Beiträge zu lesen. Es ist als ob man gerade selbst wieder auf die Reise geht. Wenigstens ein paar Minuten.
Geniest die Zeit.
Tobias
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Hi Tobias,
vielen lieben Dank für Deine schönen Worte. Es freut uns sehr zu lesen, dass unsere Texte etwas anstoßen. Reisen macht so unglaublich frei und gibt Raum für Neues, auch mit Baby!
Danke und liebe Grüße
Annica & Roman
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