Nach der weiten Reise nach Neuseeland, schien es uns irgendwie logisch, den nächsten Urlaub in Europa zu verbringen, die Wahl fiel auf Portugal, weite Strände, tolles Wetter und sehr viel zu entdecken.
Mittlerweile ist unser Sohn schon 15 Monate und kein Baby mehr. Die Herausforderungen sind inzwischen andere und nicht weniger spannend 😊!
Für diese Reise haben wir uns extra einen Reisebuggy besorgt, der schnell und klein zusammenklappbar ist und damit gut transportiert werden kann. Den Richtigen zu finden, wäre alleine schon ein Bericht wert, denn sowohl in der Ausführung, als auch in der Preiskategorie ist alles erhältlich. Der beliebteste Reisebuggy ist der yoyo, der als Handgepäck mit ins Flugzeug genommen werden kann. Er wäre auch unser Favorit gewesen, wenn unser Sohn noch dort reinpassen würde. Denn während an den super klein zusammen faltbaren Buggys nicht mehr viel an Sonnenschutz und Bequemlichkeit dran ist, gibt es auch Buggys, die wiederum alles bieten, aber so groß sind, dass sie für eine Reise mit dem Flugzeug kaum geeignet scheinen bzw. genauso Aufwand bedeuten, wie ein normaler Kinderwagen mit Buggyaufsatz.
Wir haben uns für einen Buggy der Marke BabyOne entschieden, da unser Kleiner sich im Buggy gerne am Bügel festhält und entsprechend seiner Größe eine passende Sitzfläche benötigt. Die meisten kleinen Reisebuggys haben keinen Bügel mehr.
Leider kann ich keinen Erfahrungsbericht zum Buggy schreiben, da unsere Airline den Buggy und eine weitere Tasche auf dem Hinflug verloren hat und wir diese Dinge erst zum Ende unserer Reise zurückerhalten haben. Doch dazu an anderer Stelle.
Lissabon – Wahnsinn, wie schön! Als Wahlberliner sind wir einiges gewohnt und kennen schon viele bunte und ausgefallene Ecken. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb wir uns von Anfang an wohl fühlten, Lissabon ist traditionell, bunt, schräg, verlebt und neu zugleich.
Unseren ersten Tag nutzen wir zur freien Erkundung der Stadt. Unser Apartment lag in Alfama, ein beliebtes Viertel der Stadt, an einem Hang gelegen. Durch schöne Gassen und verwinkelte Straßen liefen wir zum Meer und dort die Promenade entlang. Schnell war klar, selbst der sportlichste Buggy kann die Unebenheiten des Straßenpflasters nicht abfedern. Viele Ecken waren mit Buggy unpassierbar oder nur mit viel Aufwand zu begehen. Deshalb eine Empfehlung von uns, den Buggy wegzulassen und ein Tragetuch zu nutzen, wenn es geht. Unser kleiner Mann nahm das Gewackel tapfer hin und ist zum Glück ein guter Schläfer, der sich von den Unebenheiten nicht vom Schlaf abhalten ließ.
Das erste Ziel war der Plaza de Comércio, dort besuchten wir spontan eine Museumsausstellung zur Geschichte Lissabons. Die Ausstellung war sehr interaktiv gestaltet, alle Sinne wurden angesprochen. Die Rolle der Gewürze in der Wirtschaftsgeschichte Lissabons wurde mit starken Gerüchen nach Zimt o.Ä. unterstützt. Am beeindruckendsten war es, dass die Ausstellungsobjekte uns an unseren Chips im Headset erkannten, die wir mit der Eintrittskarte erhalten hatten. Automatisch wurden die Beiträge gestartet und lästiges Nummern eingeben, um den Beitrag zu hören, entfiel. Nervig wurde es, als ich mit unserem Sohn hin- und herschieben musste, damit er einschlafen konnte, denn so habe ich immer dieselben Anfangspassagen einiger Ausstellungsstücke gehört, aber nie das Ende.
Der erste Tag endete mit einer leckeren Sangria auf einer Ausblickterrasse über Lissabon. Wir genossen die letzten Sonnenstrahlen und ließen uns von der Urlaubsstimmung der vielen Touristen anstecken.

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