Unsere letzten Tage in Neuseeland

Nach dem wunderschönen Erlebnis in Hobbiton machten wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz am Strand, um nochmal Sonne, Strand und Meer genießen zu können.

Unsere Wahl fiel auf Beach Port Waikato. Bei der Buchung am Telefon riet uns der Campingplatzinhaber, uns gut mit Lebensmitteln einzudecken, da es keinen Lebensmittelshop im Dorf gäbe.

Zuerst konnten wir ihm das nicht so wirklich glauben, aber je näher wir dem Ziel kamen und so abgelegener es wurde, wuchs die Sorge, ob das Essen, was wir noch hatten, überhaupt für die nächsten Tage reichen würde. Zum Glück gab es aber noch einige Kilometer vor unserem Ziel einen winzigen und überteuerten Kiosk, in dem wir Dinge wie Milch, Eier und Brot kaufen konnten. Das war unsere Rettung, denn ansonsten gab es weit und breit keine Einkaufsmöglichkeiten mehr.

Der Ort Waikato besteht aus einer Straße, die am Strand endet. Es gibt ein Beach-Cafe, das aber auch nicht durchgängig und jeden Tag geöffnet hat, denn die Öffnungszeiten richten sich nach den Surfbedingungen ;-). Am Campingplatz selber hat eine Burgerbude in den Abendstunden geöffnet, während das Essen zu bereitet wird, sitzt man mit mehreren, auch Einheimischen, auf dem Rasen davor und wartet.

Der Eindruck des Dorfes ist schon ein bisschen seltsam, eine Mischung aus Hinterwäldlertum und Surfer-Spot: Rostende Fahrzeuge, die im Vorgarten stehen, bellende Hunde, die an der Veranda festgebunden sind und gleichzeitig feierende Surferboys, die auf der Terrasse stehen und Bier trinken.

Generell genossen wir an den letzten Tagen die Abgelegenheit, das schöne Wetter, den Strand und die Familienzeit. Sachen wurden aussortiert, der Campervan auf den Kopf gestellt und Dinge eingepackt. Wahnsinn, was sich in zwei Monaten so ansammelt.

Trotzdem hatten wir noch Wünsche offen, so dass wir am Tage des Abfluges, vom abgelegenen Waikato in aller Frühe um 7.00 Uhr losfuhren, um um 8.30 Uhr bei KMart auf dem Parkplatz zu stehen. Dort aßen wir Frühstück und waren pünktlich zur Öffnung des Ladens fertig, um den gewünschten Holzbus und andere Holzspielzeuge zu kaufen.

Von dort aus ging es zu einem Vorort von Auckland. Dort sollten Freunde von uns in der Woche danach anreisen und übernachten. Ihnen vermachten wir sehr viele von unseren Dingen, u.a. eine bis oben hin gefüllte Bananenkiste, den Pavillon, ein Surfbrett, die Babybadewanne, so dass sich die Fahrt auf jeden Fall lohnte.

Womit wir allerdings nicht rechneten, war eine so steile Auffahrt, bei der unser 7 m langer Campervan bei der Einfahrt mit dem Hinterteil auf der Straße aufsetzte. Das war bei der Einfahrt schon kritisch, wurde aber noch kritischer, als es wieder rückwärts auf die Straße gehen sollte. Roman musste sehr viel Lenkgeschick aufbringen und wir beide schwitzten Rotz und Wasser! Ein zerstörter Campervan am Abflugtag war nicht das, was wir gebrauchen konnten.

Davon total gestresst, ging es zum Campervanverleih – zum Glück hatten wir die bequeme Rückgabeoption gewählt. Diese Option würden wir auch jedem empfehlen, denn wir mussten nichts sauber machen, weder wischen, noch die Chemietoilette leeren oder die Bettwäsche abziehen. Obwohl es für uns stressfrei sein sollte, vergaßen wir in der Hektik doch noch ein paar Sachen – welch ein Glück, dass in der Woche darauf unsere Freunde anreisten. 😉

Es hieß „Auf Wiedersehen“ Neuseeland – Wir kommen bestimmt bald zurück!!!

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