Wer zwischen den beiden Inseln (Nord-& Südinsel) in Neuseeland reist, kommt automatisch an Wellington vorbei. Mit den beiden großen Autofähranbietern von Bluebridge oder Interislander setzt man bequem in ca. 3,5 h über nach Picton bzw. Wellington.
Ein Zwischenstopp in Wellington lohnt sich aus vielerlei Hinsicht.
Unser Aufenthalt in Wellington hatte eine lange Agenda. Während wir beim ersten Zwischenstopp weiter außerhalb auf einem Top10 Holiday Park übernachteten, sollte es beim nächsten Mal ein Parkplatz mitten in der City und neben dem Te Papa Museum sein. Den hatten wir beim ersten Besuch gesehen und die Toplage nutzen wollen. Da es ein öffentlicher Parkplatz ist, muss man ein Self-Contained Fahrzeug haben, 24 Std. kosten 30 Dollar(NZD). Man sollte nicht zu spät am Abend anreisen, wenn man einen Platz am Rande des Parkplatzes ergattern möchte. Der Parkplatz überzeugt nicht nur durch seine zentrale Lage, sondern auch durch seine Nähe zum Supermarkt New World und der Waterfront sowie einem kleinen Park. Dadurch kann man gemütlich an der Waterfront zum Sonnenuntergang spazieren gehen, in einem der zahlreichen Restaurants und Bars einen Sundowner genießen oder auch mal ins Wasser springen, um sich abzukühlen. Auch zum Joggen oder Yoga machen ist die Location gut geeignet. Auch gibt es öffentliche Toiletten und sogar Freiluftduschen, um sich nach dem Schwimmen mit frisch Wasser abduschen zu können.
Unser Sightseeing-Tag begann mit der Suche nach einem HoppOn-HoppOff-Bus (HOHO Bus), den nicht jeder kannte und wir schließlich in der Touristen-Information nachfragen mussten. Leider ist das Konzept des HOHO-Busses nicht wie allgemein bekannt mit der Option des HoppOn und HoppOff, sondern man steigt in einen Bus und sollte auch in diesem Bus bleiben. Ein Aussteigen und das Einsteigen in einen späteren Bus ist nicht vorgesehen. Zudem sind die Busse nicht auf Kinderwagen ausgelegt. Die nette Dame im Touristenzentrum wies uns anhand einer Karte aber daraufhin, dass wir viele Stationen zu Fuß erreichen könnten. Gesagt, getan.
Als erstes unternahmen wir eine kurze, aber schöne Fahrt mit dem Cable Car, den Berg hoch in den Botanischen Garten. Durch diesen läuft man den Berg wieder runter, wie lange und mit welchen Highlights der Weg genossen werden kann, beschreibt eine ausführliche Map zu Beginn des Parks. Der Botanische Garten ist wunderschön und abwechslungsreich angelegt. Es machte Spaß, die unterschiedlichen Pflanzen und Bäume kennen zu lernen.
Unsere gewählte Route endete auf einem Friedhof, der in vielerlei Hinsicht interessant war. Zum einen gab es auch hier Aussichtspunkte mit Blick auf architektonisch interessante Wohnhäuser, zum anderen wird der Friedhof durch eine Schnellstraße geteilt. Die Straße kann über eine Fußgängerbrücke überquert werden.

Vom Friedhof aus erreichten wir das Regierungsviertel, das durch seine Architektur beeindruckt.

An diesem Montag war ein Feiertag in Wellington, es war sehr ruhig in den Straßen und die Neuseeländer verbreiteten eine Sonntagsstimmung. Viele Neuseeländer waren in den Farben ihrer Cricketnationalmannschaft den Black Caps gekleidet. Es sollte ein Spiel zwischen Neuseeland und Pakistan geben, wie wir auf Nachfrage erfuhren. Wie uns die Fans auf dem Weg ins Stadion berichteten, sollte sich das Spiel lohnen, da es ein kurzes Match von nur drei Stunden sein würde.
Unser Weg führte zurück an den Hafen, zum Te Papa Museum. Das Te Papa Museum ist das Nationalmuseum Neuseelands, ein wirklich sehr beeindruckendes Museum mit vielen verschiedenen Ebenen, auf denen wir etwas über die Geschichte, Kultur, Kunst, Natur Neuseelands und Lego lernten. Der Eintritt ins Te Papa ist kostenlos. Wir empfehlen, sich einen Tag Zeit zu nehmen, wenn man das gesamte Spektrum sehen möchte.
Da wir bereits viel Zeit im Auckland Museum verbracht hatten und auch noch andere Unternehmungen an diesem Tag geplant waren, verließen wir das Te Papa nach drei Stunden wieder.
Unser nächstes Ziel war das Cricketspiel Neuseeland gegen Pakistan. Leider verloren wir sehr viel Zeit durch die Suche zu Fuß nach dem Eingang ins Stadion. Wir liefen quasi einmal um das Stadion herum. Zum Ende fanden wir den Eingang und schafften es noch zum Spiel. Da Cricket uns nicht so geläufig war, mussten wir erstmal in das Spiel kommen und begreifen, was dort auf dem Feld passierte. Roman verstand es schneller als ich, wobei ich es interessanter fand, das Publikum und die Neuseeländer beim Volkssport zu beobachten. Neuseeland gewann das Spiel ziemlich souverän und die Zuschauer waren zufrieden.

Nach gefühlt gelaufenen 30 km an diesem Tag, sehr vielfältigen Eindrücken und einem mit Sonnenschein getankten Herzen fielen wir abends zufrieden ins Bett.
Wellington ist ein Muss für jeden Neuseelandbesucher und ist es definitiv wert, sich dafür mindestens zwei Tage einzuplanen. Mit Baby waren alle unsere Unternehmungen komplikationslos machbar, nur die Bustour ging nicht.
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