Unser absolutes Highlight im Norden der Südisel war der Abel Tasman National Park, der kleinste Nationalpark Neuseelands.
Der Nationalpark bietet viele Tracks, bei denen man die wunderschöne Natur des Parks bewundern kann, der beliebteste Track ist aber der Coast Track. Laut unserem Reiseführer ist der Coast Track ca. 60 km lang und bedarf 5-6 Tage, und führt entlang der Küste des National Parks. Entlang der Strecke findet der Besucher immer wieder idyllische kleine Buchten mit schönem Sandstrand und türkisfarbenen Wasser, die zum Baden und Sonne genießen einladen.
Am ersten Tag sind wir mit unserem Kinderwagen entlang des Coast Tracks gelaufen. Es ist machbar, an einigen Stellen bedarf es allerdings auch mal vier Hände, um den Wagen sicher voran zu schieben. Wir kamen bis zur ersten Picnic Area (ca. 1 Std.) und genossen den Rest des Tages am Strand, bevor es zurück ging. Da auch hier die Gezeiten wirken und das Wasser bereits beim Rückweg abgeflossen war, sind wir einen großen Teil durch das Watt zurück zur Ausgangsstation gelaufen: Viel flacher, schöner Ausblick, aber teilweise auch nasser.
Einen weiteren Tag wollten wir in der Bark Bay in Abel Tasman verbringen. Dafür und auch für alle anderen Buchten kann man auch hier mit einem Wassertaxi fahren. Für uns als Gäste war es sehr angenehm, dass wir direkt am Parkplatz abgeholt worden sind, das Wassertaxi war bereits auf dem Anhänger und wir wurden darin von einem Trecker gezogen, der uns ins Watt und in das aufsteigende Wasser brachte. Das Boot wurde losgemacht und schon waren wir mit dem Außenborder weitergetragen.

Durch die Flut und auch den Seegang war die Fahrt mit dem kleinen Speedboot alles andere als angenehm für unseren kleinen Mann und mich als Mama. Es gab einige heftige Aufschläge, wenn das Boot über eine ankommende Welle wie über eine Sprungschanze abhob und wieder auf dem Wasser aufschlug. Ich hatte unseren Kleinen für einen besseren Halt in der Bauchtrage und hielt den Kopf fest. Zum Glück schien es für unseren kleinen Mann nicht so schlimm zu sein, wie für mich, denn er schlief nach kurzer Zeit ein.
Die Wassertaxi-Fahrt ermöglichte uns noch einen Blick auf den „Split Apple Rock“, eine einzigartige Felsformation sowie auf eine Bucht mit Seelöwen.

Die Bark Bay ist eine sehr schöne Bucht mit Goldstrand und auch einigen schattigen Plätzchen, wir fühlten uns sehr wohl dort. Sie Bucht liegt in der Mitte der möglichen anzufahrenden Buchten und gehört eher zu den ruhigeren Buchten. Zwar gibt es ein paar einzelne Kayakfahrer, aber ansonsten kommen nur noch ein paar Wanderer, die den Track machen, zum Entspannen und Ausruhen vorbei.

Die Rückfahrt mit dem Wassertaxi war um einiges entspannter, da der Wellengang nicht so stark war.
Wir können einen Ausflug in den Abel Tasman National Park ausdrücklich empfehlen. Für die Fahrt mit dem Wassertaxi sollte man sein Kind kennen und wissen, was es mag oder was vielleicht gar nicht geht. Außerdem könnte es helfen, vorher nachzufragen, welcher Wellengang zu welcher Uhrzeit herrscht, um eine anstrengende Fahrt zu vermeiden.
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