Castlepoint und das neuseeländische Stonehenge

Wo kein Highway hinführt und die Kinder am Straßenrand  einem vorbeifahrendem Fahrzeug noch zu winken,  ist man in der südlichen Hawke´s Bay angekommen. Die Gegend hinter dem ca. 300 km langen Küstenabschnitt von Hastings  bis Cape Palliser (Wairarapa) hat laut Reiseführer außer Schafen, Wiesen und grünen Hügeln nicht so viel zu bieten, sie ist der Schafzucht zugeschrieben. Tatsächlich verlaufen sich hier nicht viele Touristen hin. Schön ist es dort alle Mal. In Castlepoint haben wir hauptsächlich Neuseeländer getroffen, die dort Urlaub machen.  Der Campingplatz ist teilweise am Hang gelegen und hat alles, was man auf Reisen mit Baby wie z.B. Waschmaschine, Trockner und gut ausgestattete Küche und begehbare Wege braucht. Die oben am Hang gelegenen Stellplätze bieten einen wunderbaren Blick auf das Panorama der Bucht und den Leuchtturm, welcher nachts mit unterschiedlichen Farben angestrahlt wird.

sunny days

An unserem Ankunftstag hat es geregnet und es war sehr windig, so dass sich das Meer von seiner stürmischen Seite gezeigt hat und wir den Abend nach einem kurzen Spaziergang mit Tee und Panaoramablick im Wohnmobil verbracht haben.

rainy days

Die Bucht ist beliebt bei Surfern, da sie sehr gute Bedingungen vorfinden. Auch wenn wir am Wochenende, bei guten Surfbedingungen und mitten in der Ferienzeit da waren, hielt sich die Zahl der Surfer jedoch im Wasser in Grenzen. Da es nur eine schwache Strömung gibt und die Wellen sich nochmals näher am Strand brechen, ist der Strand auch optimal für Bodyboarder oder Surfanfänger. Bodyboards lassen sich an der Rezeption des Campingplatzes ausleihen und Surfbretter bekommt man am Castlepoint Store. Bei Letzterem gibt es auch ganz leckere Fish&Chips.

 

Bei Ebbe kann man mit dem Kinderwagen bis zum Leuchtturm am Strand entlanglaufen. Auch der Weg hoch zum Leuchtturm besitzt eine Rampe für den Aufstieg, so kann man mit dem Kinderwagen fast bis zu Spitze des Aussichtpunktes fahren. Direkt an der südlichen Seite des Leuchtturms schließt sich noch ein weiterer Strandabschnitt an, welcher eher wie ein großer Meerespool wirkt. Er wird deshalb auch the Basin genannt. Das Wasser kommt nur über eine kleine Felsverengung rein bzw. wird bei starken Wellen über eine Felswand gespült. Dadurch ist der Wasserstand ziemlich flach, hat fast keine Wellen und auch keine Strömung. Das Becken wirkt wie ein großer Pool und ist für Kinder geradezu prädestiniert.

natural pool

Auch wenn unser Reiseführer der Gegend nicht so viel Sehenswürdigkeit zugeschrieben hat, hatten wir zwei wunderbare und durch das Wetter komplett unterschiedliche Tage dort und möchten einen Besuch auf jeden Fall empfehlen. Wir waren dort nur unter Kiwis, was wir sehr mögen. Außerdem ist der Weg durch die vielen Schafbedeckten Felder und Hügel dorthin schon eine Reise wert.

Schafe

Ein kleiner Tipp von uns, da es nur einen Campingplatz in Castlepoint gibt: Eine Vorreservierung lohnt sich, da sie nicht sehr viele große Powersites haben. Wir können den Platz Nr. 9 (Powersite) oder für Reisende, die eine Hütte mieten möchten, die Cabin Nr. 9A empfehlen, die haben den besten Blick auf die Bucht.

Unsere Reise sollte vom Castelpoint weiter gehen zum Cape Pallise. Auf dem Weg dorthin konnten wir noch das neuseeländische Stonehenge besichtigen. Aussehen und Größe ähneln dem englischen Original, jedoch ist dieses hier ein modernes Gebilde aus Beton, das als Freilicht-Observatorium dient. Beim Einführungsfilm erfährt der Besucher eine Menge über Astronomie und wie mit Hilfe der Steine, der Sonne und der Sterne der Astronomische Kalender abgelesen wird bzw. die auch die Jahreszeiten erkannt werden können. Für mehr Informationen wird auch eine 90 minutige Führung angeboten.

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Wir empfanden Stonehenge Aotearoa als einen interessanten Stopp und ist gerade für Reisende mit hoher Affinität zur Astronomie, der Geschichte von Stonehenge, aber auch zu Mythen der Maori ein Nice-to-Go.

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