Rotorua und Umgebung

Die Strecken, die wir uns in Neuseeland rausgesucht haben sind oftmals nicht lang und wir stellen fest, dass wir trotzdem mehr Zeit einplanen sollten. Zum einen liegt das an der Tatsache, dass wir mit Baby und einem Wohnmobil reisen und zum anderen an der tollen Natur, die uns quasi dazu einlädt, entschleunigt zu reisen.

Landschaft

Unser nächster Stopp ist nun der Ort Rotorua, welcher fast im Zentrum der Nordinsel liegt. Wer hier ankommt, braucht eine ziemliche hohe Toleranzgrenze, was das feine Näschen angeht. Der aus den natürlichen Öffnungen aufsteigende Schwefelwasserstoff sorgt dafür, dass ein Geruch von faulen Eiern in der Luft liegt. Bei einer guten Priese Wind, wird der Duft verweht, wenn es jedoch Windstill ist, kann es ganz schön übel riechen. Nichts desto trotz erfreut sich der Ort am Lake Rotorua hoher Beliebtheit bei den Touristen.

Neben den Geothermalgebieten mit dampfenden Schlammlöchern und Geysieren kann der Besucher einiges an Aktion erleben. So gibt es Rafting Touren, Rundflüge mit dem Wasserflugzeug oder Fallschirmspringen.

Schwefelbecken

Wir haben eines der umliegenden Maori Villages besucht und sind eingestiegen in die Werte und Traditionen durch die dargebotenen Tänze und Gesänge der Ureinwohner, welche uns mit „Kiaro“ begrüßt haben. Nach der Show sind die Darsteller der Vorführung in ihre Autos gestiegen, um zurück in die Stadt zu fahren, dann bemerkt man relativ schnell, dass auch die Maori in der Zeit im Hier und Jetzt angekommen sind. Die ursprüngliche Lebensweise wird so gut wie nicht mehr gelebt und daher sind die Ausflüge zu solchen Veranstaltungen wohl noch der beste Weg, um an die Traditionen zu erinnern und diese auch für die Besucher greifbar zu machen.

In Rotorua hatten wir einen tollen Campingplatz, nämlich den Holiday Top 10 Park. Er liegt als einziger Campingplatz fußläufig vom Zentrum und hat auch sonst alles zu bieten. Super fanden wir das Familienbadezimmer, in dem es eine Dusche, eine Babybadewanne, eine etwas größere Badewanne und einen Wickeltisch gab, einem Familienbad stand nichts mehr im Wege und gerade für unser Baby war es schön, mal wieder zu baden.

Camping life

Rotorua haben wir zu Fuß und mit Kinderwagen erkundet. Ca. 600 m vom Campingplatz entfernt liegt der Kuirau Park, in dem man kostenlos einige der übelriechenden Schlammlöcher bestaunen und beriechen kann. Ein kleines Stück weiter in Richtung des Lake Rotorua kann eine Kirche besichtigt werden, die direkt am Wasser liegt. Durch die Nähe zu den Schwefelwasserstoffquellen gibt es bei diesem Grundstück eine Besonderheit, die Gräber der Verstorbenen liegen nicht unter der Erde, sondern sind in aufgestockten Betonkästen untergebracht.

Friedhof

Ein weiteres Highlight in Rotoura war für uns der Besuch des Redfwood Forrest. Ein ca. 550 m langer Treewalk lädt dazu ein, sich die im Jahr 1901 gepflanzten und mittlerweile sehr beeindruckenden Californischen Redwood Giants anzuschauen. Auch mit Baby ist das kein Problem, denn die Anbieter stellen einen eigens angefertigten Kinderwagen für den Walkway zur Verfügung. Unserem Baby hat das Schaukeln super gefallen, er hat sehr gut geschlafen.

Der Aufenthalt hat uns sehr gut gefallen, vor allem, weil die Lage der Stadt dazu einlädt, noch das eine oder andere Highlight in der Nähe mitzunehmen. So haben wir auf der Weiterfahrt in Richtung Süden einen Stopp beim Wai-O-Tapu gemacht, dem größten kochenden und wie wir finden auch übel riechensten Schlammloch Neuseelands.

wai-o-tapu3

Als Tourist wird man mit einem großen Straßenschild mit der Aufschrift Thermal Wonderland eingeladen. In der vielfältigen Thermalzone können unterschiedlich lange Spaziergänge unternommen werden, während man an den verschiedensten schmatzenden, wabernden und grollenden Kratern und Schlammpfuhlen vorbeikommt. Wir waren besonders vom Champagne Pool beeindruckt, der durch seine Farbkombination, dem sprudelnden Wasser (100 Grad!) und dem ihm umgebenen Nebel eine ganz spezielle Aura hatte.

Wer für diese Art von Naturerlebnis zu haben ist, sollte einen Besuch einplanen.

 

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