Das erste Mal „Wild Campen“

Unser Wohnmobil ist ein „Self-Contained“-Wohnmobil, das bedeutet, es ist ein „Selberversorger“. Mit diesem Fahrzeug ist es uns gestattet, auf vielen kostenlosen Campingsplätzen zu übernachten. Trotzdem hat die Überwindung etwas gedauert, dies mit Baby zu unternehmen.

Auf dem Weg zwischen Rotuora und dem Tongariro Nationalpark sollte es soweit sein. Über die nützliche App „Camper Mate“ haben wir uns die Campsite „Reids Farm“ ausgesucht, da sie direkt an einem Fluss liegen sollte. Die Gegend um den Campingplatz ist zudem eine Reise wert, denn keine 2 min. Fahrt davon entfernt liegen die schönen Huka Falls. Türkisfarbendes Wasser strömt tosend einige Meter hinab, das alles in einem wunderschönen bewachsenen Flussbett. Als Fans von Herr der Ringe, kann man sich die ein oder andere Szene an dieser Stelle super vorstellen.

Wer etwas Zeit mitbringt, hat die Möglichkeit, einen Pfad entlang zu wandern. Wer nur die Aussicht genießen möchte, kann an dieser Stelle sogar den Kinderwagen nutzen.

Wir kamen durch die vielen Stopps, z.B. an den unterschiedlichsten Ausblickspunkten (Lookouts), die immer wieder ausgeschildert sind und tolle Szenen der Landschaft zeigen, relativ spät am Campingplatz an. Wir waren überrascht, wie voll dieser schon war, Campingwagen, Autos und Zelte reihten sich aneinander und wir ergatterten abends um 19.00 Uhr wirklich einen der letzten Stellplätze. Wider Erwarten schien das kostenlose, aber dafür bloße parken ohne irgendwelche Annehmlichkeiten, wie funktionierende Toiletten sehr attraktiv zu sein. Wir parkten direkt neben einer gro0en Gruppe Jugendlicher Deutscher, die als „Work and Travel“-Arbeiter unterwegs waren. Nebenan wurde ordentlich gefeiert, während wir uns eine Pizza in den Ofen schoben. Erstaunt waren wir über die vielen deutschen Reisenden, die wir auf dem Campingplatz trafen.

Es gibt ein Phänomen, das sowohl auf den zu bezahlenden als auch auf dem kostenlosen Campingplatz zu beobachten ist, am frühen Morgen packen die meisten Camper ihre Sachen und um spätestens 10.00 Uhr leeren sich die Plätze. So war es auch auf Reids Farm, weshalb wir die Gelegenheit nutzten, um die Gegend um die Fluss näher zu erkunden und einmal ins frische kalte Nass zu springen. Wer an diesem Campingplatz interessiert ist, sollte wissen, dass der ursprüngliche Campingplatz direkt am Wasser gesperrt ist und dafür ein Platz etwas weiter oberhalb an der Straße angeboten wird. Der 3-minütige Weg an das Flussufer tut dem Erlebnis am Fluss aber keinen Abbruch und irgendwie versteht man auch, dass die direkte Ufernähe geschont werden soll, wenn man die Müllberge nach Abreise der Camper sieht.

Waikato River

Wir empfehlen den kostenlosen Campigplatz „Reids Farm“ weiter, eine tolle geldsparende Möglichkeit für eine Nacht, wenn man etwas entspannter reisen möchte.

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