Unsere Reise durch Neuseeland geht nun mit dem Campervan (Wohnmobil) weiter. Es gibt verschiedene Anbieter, die eine Vielzahl an unterschiedlichen Modellen, Größen und etwas für fast jedes Budget anbieten. Zu den Anbietern gehören u.a. Jucy, Apollo, Britz, Maui, Happy Campers, Mad Campers und viele mehr. Wir haben uns für Britz entschieden. Zwar hatten wir eine feste Abholzeit mit Britz vereinbart, haben dann aber schnell gemerkt, dass die German Pünktlichkeit hier nicht gilt. So sollte man für die Abholung etwas Zeit einplanen. Gerade in der Hochsaison, Dezember bis Februar, ist viel los. Auch die Einweisung des Fahrzeugs mit allem Drum und Dran, wie z.B. Funktion der Gasflasche, die unterschiedlichen Stromkreise im Fahrzeug, der Abwasserablauf, Frischwasserzufuhr bis hin zur einer kurzen Eiweisung in die StVO Neuseelands ist nicht zu unterschätzen. So dass es bei uns ca. 3 Stunden inklusive Wartezeit gedauert hat, bis wir vom Hof gerollt sind. Gerade, wenn man von Auckland z.B. die Fähre nach Waiheke mit dem Campervan nehmen möchte, würden wir empfehlen, dies nicht am selben Tag zu planen oder zumindest ein sehr großes Zeitfenster dazwischen zu legen.
Unser erstes Reiseziel war dann der Campingplatz Pinewood Motor Park, ca. 60 min Autofahrt nördlich von Auckland. Dort hieß es erst einmal Einkäufe verstauen, Sachen auspacken, Betten beziehen und das Gefährt zu erkunden. Ein erster Besuch am Strand durfte natürlich auch nicht fehlen.

Den Campingplatz Pinewood können wir sehr empfehlen, der Platz ist überschaubar, die Ausstattung komfortabel und alles ist sehr, sehr sauber. Für unseren Start perfekt.
Weiter ging es dann mit dem Wohnmobil nord-westlich der Nordinsel zum Hot Water Beach. Der Top 10 Holiday Park liegt nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt und lässt sich gut mit dem Kinderwagen erlaufen.

Hauptattraktion am Hot Water Beach sind wie der Name bereits vermuten lässt, die heißen Thermalquellen direkt am Strand. Am besten lassen sich diese bei Ebbe nutzen. Dafür benötigt man eine kleine Schaufel, welche sich am Campingplatz ausleihen lässt. Am Strand folgt man im Hauptzeitfenster (die Rezeption sagt einem übrigens, wann genau die Ebbe ist, ansonsten hilft das Internet) der Menschenmenge, laut Stefan Loose sind es in der Hochsaison bis zu 500 Personen. Obwohl hier die Hochsaison bereits begonnen hat, waren es längst nicht so viele, wir schätzen max 100 Personen.
Am Strand angekommen, beginnt das große Graben, oder es kann bereits ein vorhandenes Loch von anderen Gästen genutzt werden. Die Temperatur ist nicht zu unterschätzen und wirklich sehr heiß. Trotzdem ein tolles und faszinierendes Erlebnis.
Ein paar Tipps in Kurzfassung zum Hot Water Beach:
- Die Ebbe dauert ca 4h an. Am Campingplatz wurde jedoch nur die Urzeit für die low tide (Ebbe) z.B. 12.15 Uhr angegeben, so dass alle zur Mittagszeit zum Strand gingen. Das Zeitfenster reicht jedoch von zwei Stunden vor und 2 Stunden nach der low tide Angabe. Das bedeutet man kann am Ende oder am Anfang der Ebbe kommen und ein bisschen mehr Ruhe genießen.
- Wer später kommt, setzt sich ins gemachte Nest. Bereits gebuddelte Löcher (Pools) können natürlich genutzt werden und man spart sich die Arbeit mit dem Spaten in der prallen Sonne zu schaufeln. 😊
- Direkt an der Quelle wird es richtig heiß. Das Wasser kann bis zu 60 Grad erreichen und das austretende Wasser dampft regelrecht. Daher gern 5 m von der heißen Quelle entfernt buddeln.
- Der Mix machts. Die gebuddelten Pools zum Meer hin sind am angenehmsten, wenn sich das heiße Wasser mit einer kühlen Welle aus dem Meer vermischt.
- Im Dunkeln ist gut munkeln. Je nach Gezeiten gibt es sowohl eine Ebbe am Tag und eine bei Nacht. Nachts ist man nur mit wenigen Leuten am Stand und kann neben dem Blick aufs Meer auch den Blick in die Sterne genießen 😊.
Viel Spaß am Hot Water Beach!
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