Auf nach Tunesien

„Aller Anfang ist schwer“, und das lateinische Sprichwort sollte auch in unserem Fall Recht behalten. Denn unser Start nach Tunis war alles andere als einfach… Es fing damit an, dass es in der Nacht vor unserem Abflug einen Stromausfall im Stadtviertel gab. Unser Aufbruch morgens um 3 Uhr ließ uns daher sprichwörtlich „im Dunkeln tappen“. Wo kein Strom, da ist auch kein Licht, kein Wasser und auch kein Aufzug und außerdem kein geladenes Handy. Ungeduscht machten wir uns daher übers Treppenhaus aus dem 4. Stock des Hotels mit all unseren Sachen und Handytaschenlampen auf den Weg zum Flughafen. Glücklicherweise waren die Mitarbeiter des Hotels selber gut mit Taschenlampen ausgestattet – das Problem schien kein neues zu sein.

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Am Flughafen – noch übernächtigt und schon völlig erschöpft ging es dann weiter. Am Flughafen verlangte Ryanair uns dann alles ab, was es an Auflagen zu erfüllen gibt. So mussten wir einen Teil unseres Gepäcks und viele Nerven sowie die letzte gute Laune zurücklassen, um weiter reisen zu können.

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Unser Sohn hingegen war quietsch vergnügt und zauberte uns durch sein lautes Erzählen schnell wieder ein Lächeln auf die Lippen.

Nach einem Zwischenstopp in Barcelona und insgesamt 5 Std. Flug, landeten wir in Tunis. Wir durften Gäste bei unseren Freunden sein, die in La Marsa, einem kleinen schicken Vorort von Tunis, wohnen. Das kleine Städtchen liegt direkt an der Küste. So nutzen wir die Gelegenheit für ausgiebige gemeinsame Spaziergänge, vorbei an der französischen Botschaft, entlang des Strandes hin zu einer alten Karawanserei. Dort genossen wir dann einen typischen tunesischen Tee mit Pinienkernen. Gerade Pinienkerne verleihen dem Tee ein ganz unverwechselbares Aroma. Er erhält eine leicht nussige Note und wird leicht bekömmlich. Typischerweise wird Tee in Tunesien – wie in allen anderen arabischen Ländern auch – sehr stark gesüßt. Hierzu werden in der Regel Zucker oder Honig gereicht.

Das Spazieren gehen mit Kinderwagen in La Marsa ist machbar. Allerdings muss man sich darauf einstellen, hohe Bordsteine erklimmen zu müssen, oder auf dem Bürgersteig von entnervten Fußgängern angemacht zu werden. Wobei letzteres sicherlich eine Ausnahme war, da die Tunesier, so wie wir sie erlebt haben, sehr Kinderlieb sind. Gerade mit Kleinkindern wird oft der Kontakt gesucht und gerne wird den kleinen Kindern spontan ein Küsschen auf die Wange gedrückt.

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