Mit dem Mietauto machten wir uns auf zu dem britischen Überseegebiet welches gleichzeitig die Meeresenge darstellt an der Europa und Afrika sich am nächsten sind. Die Meeresenge wird auch oft die Straße von Gibraltar genannt und ist quasi das Eingangstor ins Mittelmeer für den Frachtverkehr sowie für die zahlreichen Kreuzfahrten.

Uns ist bereits bei der Hinfahrt aufgefallen, das Gibraltar bis kurz vor der Stadt überhaupt nicht ausgeschildert ist. Erst ca. 7 km vor dem Grenzübergang konnten wir das erste Schild sichten. Da Gibraltar zu Großbritannien gehört, mussten wir auch den Grenzübergang zwischen Spanien und Gibraltar überqueren. Deshalb sei an dieser Stelle für alle Interessierten erwähnt, dass der Reisepass immer dabei sein sollte, auch fürs Baby.
Als Tourist hat man die Wahl, ob man bequem mit dem Auto in das Land Gibraltar hineinfahren möchte, oder noch in Spanien parkt und hinüberläuft. Weil wir den Kinderwagen dabeihatten, haben wir uns für die bequeme Variante entschieden und sind direkt ins Stadtzentrum gefahren und haben dort in einem Einkaufszentrum geparkt. Die Parkgebühren sind allerdings nicht ohne, so dass wir für den Tag 20€ bezahlen mussten. Wer nicht in Pfund bezahlen mag, ist gut beraten, kleine Euroscheine dabei zu haben, da das Wechselgeld von den Automaten in Pfund zurückgegeben wird.
Das Stadtbild ist sowohl vom spanischen Baustil als auch von der englischen Pub-Kultur geprägt, ein seltsames und gleichzeitig faszinierendes Bild. Auch weil die meisten Menschen Spanier sind, die Geschäfte aber eben englische Boutiquen. Natürlich haben wir einmal britsch Fisch&Chips gegessen. Annica fands gut. Mein Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht. 😊
Was macht man ansonsten noch in Gibraltar? Neben dem Yachthafen lohnt sich ein Ausflug auf den Felsen von Gibraltar. Mit der Seilbahn geht es die 426m hoch zur Aussichtsplattform. Hier sollte man etwas Wartezeit mit einplanen. Da die Fahrt sehr beliebt ist, haben wir zum Beispiel 45min für die ca. 6 Minuten lange Fahrt bis zur Spitze gewartet. Der Kinderwagen oder Buggy kann übrigens auch mitgenommen werden. Die Mitfahrt ist zwar nicht ganz Barrierefrei. Da aber auch andere Eltern mit Kleinkindern und Buggies mit dabei waren, haben wir uns gegenseitig geholfen, die Kinderbeförderungsgeräte die paar Stufen zur Gondel hochzutragen.


Wer das Warten umgehen möchte, kann den Kleinbus nehmen und wird dann die Serpentinen bis zum Aussichtspunkt hochgefahren. Ob der Kinderwagen auch da mitgenommen werden kann, konnten wir nicht sehen.

Einmal oben angekommen, eröffnet sich einem das wunderschöne Panorama der Bucht. Überwältigt vom Ausblick sollte man aber seine Taschen und Rucksäcke im Auge behalten. Denn die freilebenden Berberaffen, welche sich auf dem Felsen angesiedelt haben, sind sehr neugierig und scheuen sich nicht, auch mal das Hab und Gut der Touristen genauer nach Essen zu inspizieren. Zur Sicherheit haben wir unseren Kleinen dann einfach in die Bauchtrage genommen. Der Kinderwagen war doch immer wieder ein Anziehungspunkt für die Affen.
Als Eltern bleibt einem ja nicht immer die romantische Zeit zu Zweit, wir haben aber das Beste draus gemacht und haben uns mit einer Pizza Hut-Verköstigung ins Auto gesetzt, sind zum Hafen von Gibraltar gefahren und haben es uns mit Blick auf die Kreuzfahrtschiffe schmecken lassen, während unser Kleiner hinten im Auto friedlich schlief.
Für die Ausreise am Abend zurück sollte man etwas Zeit einplanen. Neben den Tagestouristen drängen sich auch die Berufspendler durch den Grenzübergang und es bilden sich lange Autoschlangen bei der Kontrolle. Nichts desto trotz, eine toller Tagesausflug!
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