Auf, auf und davon!
Im Rahmen unserer Elternzeit haben wir uns entschieden, unserem Sohn ein wenig die Welt zu zeigen und selber auch mal einen längeren Tapetenwechsel vorzunehmen, besonders nach den ersten erlebnisreichen Monaten als Eltern.
Wer mit Kind reist, reist mit Gepäck für vier Erwachsene. Oder konkreter, wer das erste Mal mit Baby reist, reist mit Gepäck für vier Erwachsende 😊! Unser Gepäck sah dementsprechend aus.

Schon am Flughafen mussten wir ausreichend Zeit einplanen. Denn mit Kinderwagen ist man a) nicht so schnell und b) braucht man einen Fahrstuhl, um auf die nächste Ebene zu kommen. Der Lufthansa sei Dank, gab es einen Family Check In, dessen Personal sehr großzugig mit dem angeschleppten Gepäck umging. Außerdem war es möglich, mit Kinderwagen und Maxi Cosi direkt bis zum Gate zu fahren. Und auch am Gate lief es reibungslos: Mit Kind gehört man zum Priority Boarding und darf noch vor der Business Class an Board. Außerdem gibt man den Kinderwagen am Flugzeug ab und erhält ihn nach der Landung auch direkt am Flugzeug wieder, ohne dass man den Nachwuchs lange tragen muss. Daher gibt es von uns ein „Daumen hoch“ für die Lufthansa und ihren Service!

Neben uns sind noch zwei weitere Familien mit Baby an Board gegangen. Alle Familien saßen mittig im Flugzeug und so gab in Mitten des Flugzeugs eine geballte Ladung lallender, quietschender und heulender Babys. Als die anderen Fluggäste die drei schreienden Babys wahrnahmen, war die Stimmung in etwa vergleichbar im Stadion beim Derby zwischen Schalke und Dortmund. Wir, die Familien mit Kindern auf der einen Seite und der Rest der Fluggäste auf der anderen Seite. Wer mag es Ihnen übelnehmen? Wir alle wissen, wie Nervenaufreibend schreiende Kinder in geschlossenen Räumen sein können. Erst Recht, wenn man weiß, dass man die nächsten 3 Stunden auf 10.000m Höhe verbringen wird. Und so kam es wie es kommen musste: Sobald ein Baby endlich eingeschlafen war, fing das nächste an zu schreien und weckte das Schlafende wieder auf. Ein andauerndes Heulen war also ab Start Programm. Die Stimmung zumindest der Gäste in direkter Umgebung sank offensichtlich, Köpfe wurden geschüttelt, böse Blicke wurden abgesetzt und es wurden sich demonstrativ Kopfhörer auf die Ohren gesetzt. Wir Eltern waren teilweise schweißnass und jedes Mal auch irgendwie froh, wenn ein anderes Kind die lautstarke Quelle war. Doch auf einmal kehrte Ruhe ein: Alle drei Babys vielen in den Tiefschlaf. Erschöpft wie die Babys fielen auch die anderen Fluggäste in unmittelbarer Näher in den Schlaf und wachten auch nicht mehr bis zur Landung in Sevilla auf. 😊

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